Zeckenschutz für Mietz und Mops

Hier erfährst du, wie du deine Lieblinge vor Zecken schützt!

Zecken gehören zu den Spinnentieren, was man an ihren acht Beinen gut erkennen kann. Eine Ausnahme bildet dabei ihr Larvenstadium, welches nur sechs Füßchen besitzt. In dieser Phase orientieren sich die Bälger aber nur an Kleingetier wie Mäusen und Igeln. In der Regel sind Spinnen ja schon nicht des Deutschen liebstes Haustier. Zecken schaffen es aber mit Stechmücken auf die Wunschliste für den Sensenmann ganz nach oben.

Besonderen Kontakt zu diesen Vampiren erleiden immer wieder Haustierbesitzer, aber wie kann man sich schützen und was tun wenn es zu spät ist?

 

Woher kommen die Biester?

Von überall. Anders kann man das kaum sagen. Zecken im Nymphenstadium (nach dem Larven-, das zweite von drei Stadien) lauern in etwas niedrigerer Vegetation, adulte Zecken warten hingegen geduldig in Büschen und hohem Gras. Eigentlich kann Katze und Hund aber überall im Freiland befallen werden, vermeiden kann man das kaum.

 

Wie erkenne ich einen Zeckenbefall und wie entferne ich diese?

Einen Zeckenbefall zu erkennen ist in der Regel kein Thema. Wenn ein kleines schwarzes, graues, braunes oder weißes Etwas an der Haut Ihres Tieres langem größer wird und kleine Beinchen hat, dann Gratulation! Sie sind stolzer Besitzer einer Zecke. Oder mehrerer. Vergewissern Sie sich aber ob dieses Ding auch wirklich besagtes Ungeziefer ist - Tierärzte haben immer wieder Fälle bei denen Besitzer Warzen, oder kleine Tumore für Zecken halten. Sie können sich vorstellen, dass eine versuchte Entfernung davon für das Haustier ziemlich schmerzhaft ist. Sind sie sich aber sicher gibt es diverse Möglichkeiten.

Von Zeckenzangen, Pinzetten bis hin zu spezialisierten Werkzeugen gibt es eine Vielfalt an Waffen. Die einen funktionieren etwas besser als andere, doch mit anderen kommt der eine eben besser zurecht. Hier muss man testen oder lernen damit umzugehen. In jedem Fall läuft eine Extraktion immer nach dem gleichen Prinzip ab. Sie packen die Zecke mit dem Werkzeug ihrer Wahl möglichst dicht an der Haut, also am Kopf des Feindes und ziehen sie langsam heraus. Viele schwören darauf den Übeltäter dabei zu drehen, das kann auch tatsächlich den Vorgang etwas erleichtern, da die Steckwerkzeuge der Zecken Widerhaken haben. Die Drehrichtung ist aber vollkommen egal.

Auf keinen Fall dürfen Sie das Spinnentier dabei am weichen, eventuell schon vollgesogenen Unterlaib quetschen. Dadurch wird das Risiko vergrößert, das das Tier Krankheitserreger absondert, bzw. in Ihr Tier erbricht, so hart das auch klingt. Auch sind alte Hausmittel leider Humbuk. Kleber oder Öl auf die Zecke zu schmieren ist komplett Kontraproduktiv, da die Zecke in Ihrem Todeskampf dann erstrecht Sekret und somit potentielle Bakterien und Viren in Ihren Schützling abgibt. Übrigens kann es ab dem Stich bereits zur Infektion kommen. Schnell reagieren verringert damit zwar das Risiko, hebt es aber nicht auf.

 

Wie beuge ich vor?

Gegen Zecken gibt es diverse Präparate. Ob es nun ein Repellent, das einen für Zecken unangenehmen Geruch erzeugt, der Wirkstoff Pyrethroid, das den Zecken sozusagen heiße Füße macht und auf die Nervenzellen in Ihren Beinchen wirkt oder Fipronil, ein Zeckengift ist - die Qual der Wahl liegt bei Ihnen. Helfen kann hier ein Tierarzt, oder eben das „Try-and-Error-Prinzip“. Probieren Sie einfach durch was am besten klappt. All diese Wirkstoffe verflüchtigen sich aber, weshalb zumeist nach ca. drei Wochen Nachholbedarf besteht. In der Regel stehen Ihnen diese chemischen Kriegsmittel als Halsband oder Tropfen zur Verfügung. Darüber hinaus hilft nur gute alte Fellpflege mit Schädlingssuche. Mit etwas Glück finden Sie die Plagegeister bevor diese zustechen und mit noch etwas mehr Glück finden Sie gar keine.

 

Wie gefährlich sind Zecken?

Generell können Zecken auch bei Ihrem Tier Krankheiten übertragen, für viele ist Ihr Liebling aber viel weniger anfällig als Sie selbst. Katzen sind dabei am besten aufgestellt. FSME kann zum Beispiel beiden nichts anhaben. Borreliose ist auch eine Sache, gegen die Vierbeiner meist immun sind. Dennoch gibt es auch sich ausbreitende Erreger, die Ihr Tier im schlimmsten Fall töten können. Jeder zehnte infizierte Hund stirbt an Babesiose, auch Hundemalaria genannt. Diese wird aber nur durch die Auwald-Zecke, auch gemein als Holzbock bekannt, übertragen (weißlich marmorierter Rücken, Seiten orange bis rot). Eine Impfung hierfür gibt es bisher jedoch nur im EU-Ausland, Ihr Tierarzt kann dennoch helfen. Das ist zwar kein Grund zur Panik, auf die leichte Schulter sollten Sie Zecken deswegen aber dennoch nicht nehmen. Töten Sie diese Parasiten daher nach dem Entfernen immer, da Sie oder Ihr Kind sonst Ihr nächster Wirt sein könnten.