Welche Beleuchtung fürs Terrarium?

Die richtige Beleuchtung für dein Terrarium ist sehr wichtig!

Die Wahl der richtigen Beleuchtung hängt einerseits von den Bewohnern des Terrariums, andererseits auch von der Größe, Einrichtung und Standort des Terrariums ab. Eine Pauschale Empfehlung ist daher nicht möglich.

Jeder Terrarianer sollte sich zuerst Gedanken machen, welche Ziele mit seinem Beleuchtungskonzept erreicht werden sollen:
Ausleuchten des Terrariums auf die benötigte Grundhelligkeit und Farbzusammensetzung für das Wohlbefinden des Tieres und für ein gesundes Pflanzenwachstum. Schaffung von Sonneninseln mit heller Strahlung und ausreichend Strahlungswärme, damit sich das Reptil auf Stoffwechseltemperatur aufwärmen kann. UVB-Beleuchtung um die Synthese von Vitamin D zu ermöglichen


Grundhelligkeit

Die Helligkeit im Schatten beträgt etwa 5.000 – 10.000 Lux. Um diesen Wert im Terrarium zu erreichen, muss man davon ausgehen, dass pro Quadratmeter Terrariumgrundfläche Lampen mit 5.000 – 10.000 Lumen eingebaut werden müssen. Das Licht sollte zusätzlich mit Reflektoren gebündelt werden, so dass kein Licht zur Seite oder nach oben verloren geht. Für die flächige Ausleuchtung sind hqi-Strahler (Strahler die eine sehr hohe Lichtintensität erzeugen) mit großem Abstrahlwinkel oder Röhren aufgrund ihrer Effizienz am besten geeignet.

Sonneninseln

Die flächige Grundbeleuchtung erzeugt eine Lichtverteilung, wie sie in der Natur nur bei starker Bewölkung oder im dichten Wald herrscht. Um einen sonnigen Eindruck herzustellen, sind Strahler notwendig, die lokal eine Beleuchtungsstärke von 50.000 bis 100.000 Lux erzeugen können. Außerdem sollten diese Lampen im Bereich Boden bis Rückenhöhe des Reptils eine Temperatur von 30 – 60 °C erzeugen, damit sich das Reptil auf Stoffwechseltemperatur aufwärmen kann. Glüh-, Halogen- oder Mischlichtlampen in Spot-Form schaffen zwar mühelos die geforderte Temperatur, da sie aber hauptsächlich Infrarotstrahlung abgeben, bleibt es unter diesen Lampen vergleichsweise dunkel. Halogenmetalldampflampen im entsprechenden Reflektor sind als einzige in der Lage lokal 100.000 Lux zu erzeugen. Da sie die optische Strahlung mit geringer Effizienz erzeugen, und sie nur mit geringer Leistung eingesetzt werden, erzeugen sie die benötigte Wärme nicht immer. Je nach Licht- und Wärmebedürfnis des gehaltenen Tieres muss also eine individuelle Lösung gefunden werden.

UVB-Bestrahlung

Bei der UVB-Bestrahlung kann, wie auch bei der Beleuchtung mit sichtbarem Licht, zwischen einer „Schattenmethode“ und einer „Sonneninselmethode“ unterschieden werden. UV-Leuchtstoffröhren erzeugen eine gleichmäßige und schwache UVB-Strahlung, die ähnlich der Situation im Schatten ist. Der Einsatz ist bei Tieren, die sich nur selten intensiver Strahlung aussetzen, gut geeignet. Mischlichtlampen und UV-Metalldampflampen erzeugen eine lokal hohe UVB-Bestrahlungsstärke und gleichzeitig Wärmestrahlung und (Mischlichtlampen nur bedingt) eine sichtbare Strahlung. Diese Lampen sind für Reptilien, die sich bei intensiver Sonnenstrahlung aktiv sonnen, geeignet. Bei diesen Lampen sollte man besonders darauf achten, dass der Bereich der hohen UV-Strahlung in etwa die Größe des Reptils entspricht. Viele Lampen bündeln ihr Licht zu stark und sind dann für die Vitamin-D-Synthese wenig hilfreich. Um Schäden durch UV-Strahlung zu vermeiden, sollte die max. Bestrahlungsstärke nicht zu stark von natürlichen Werten abweichen. Das Spektrum der Lampe sollte möglichst sonnenlichtähnlich sein.