Rauchmelder

Prinzipiell gibt es im Moment drei verschiedene Funktionsprinzipien bei Rauchmeldern. Es gibt optische Rauchmelder, Kohlenmonoxid-Melder und Ionisations-Rauchmelder. Letztere sind wegen eventueller „Nebenwirkungen“ heute praktisch nicht mehr in Gebrauch, weshalb wir uns auf die beiden anderen konzentrieren.

Der Kohlenmonoxid-Melder (auch bekannt als Rauchgas-Melder) reagiert auf erhöhte Konzentrationen von Verbrennungsgasen wie Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid in der Raumluft und schlägt entsprechend Alarm. Der Vorteil dieses Melders liegt darin, dass er sich von eventuellen schlechten optischen Verhältnissen wie zum Beispiel Nebel oder Dampf im Raum nicht beeinflussen lässt. Er reagiert ausschließlich auf die giftigen Gase.

Der optische Rauchmelder ist bei uns wohl am meisten verbreitet und in vielen Haushalten bereits im Einsatz. Die Optik dieses Warngerätes reagiert auf eine Veränderung der Lichtstreuung (der sich im Gerät befindlichen Lichtquelle) durch den Rauch, und schlägt dann Alarm. Diese Variante des Rauchmelders wird auch foto-optischer Rauchmelder genannt.

Eine Sondervariante sowohl des Kohlenmonoxid-Melders, als auch des optischen Rauchmelders ist der Funkmelder. Er arbeitet jeweils nach den gleichen Prinzipien, löst aber benachbarte Rauchmelder gleicher Bauart im Alarmfall gleichzeitig per Funk aus. Der Alarm wird also grundsätzlich im ganzen Haus ausgelöst, sobald einer der Melder anspricht, was die eventuelle Reaktionszeit natürlich noch einmal deutlich verkürzt.


Wo muss der Rauchmelder befestigt werden?

Wie für fast alles in Deutschland gibt es natürlich auch für die Montage von Rauchmeldern (bzw. Gasmeldern, etc.) eine DIN-Norm. Sicher sind diese Normen in vielen Fällen lästig, und manchmal vielleicht auch überflüssig. Aber in diesem Fall „Brandschutz“ ist die Norm ganz sicher nicht überflüssig, sondern so wichtig wie kaum etwas anderes.Die DIN-Norm 14676 besagt als erstes, dass ausschließlich zertifizierte Rauchmelder nach DIN EN 14606 installiert werden dürfen. Und zwar in ausgesuchten Räumen und dort an ausgesuchten Stellen.In jedem Fall müssen Rauchmelder in Schlafzimmern und Kinderzimmern montiert werden. Außerdem im Bereich des eventuellen Fluchtweges, also in der Regel im Flur. Je nach Länge des Flurs sind eventuell auch mehrere Rauchmelder nötig.

Natürlich ist es sinnvoll, auch die anderen Räume  entsprechend auszustatten. Je früher Ihre Rauchmelder Alarm schlagen können, je schneller sind Sie und ihre Familie in Sicherheit. Bei der Menge der Rauchmelder in ihrer Wohnung zu sparen, ist  also sicher der falsche Weg.In Küche und Bad sollten Sie wegen der dort aufsteigenden Dämpfe keine Rauchmelder installieren (Gefahr eines Fehlalarms). Für diese Räume spezielle Warn-Melder, die zum Beispiel auf Hitze oder auch auf Gas reagieren.

Die Montage von Rauchmeldern erfolgt grundsätzlich an der Decke, da der Rauch und  die Verbrennungsgase natürlich nach oben steigen. Sorgen Sie bitte dafür, dass der Rauchmelder möglichst an zentraler Stelle (also nicht in der hintersten Ecke) hängt und frei zugänglich ist. Größere Deckenbalken, Lampen oder gar Decken-Ventilatoren verhindern natürlich das einwandfrei funktionieren des Lebensretters. Denken Sie bei der Montage wirklich immer daran, dass hier Sekunden über Leben entscheiden. Je schneller Ihre Rauchmelder Sie warnen können, je besser.