Der richtige Bodenbelag für dein Aquarium

Erfahre hier, was der richtige Untergrund für deine Fische ist.

Der Bodenbelag eines Aquariums dient nicht nur der optischen Aufwertung des Beckens, er erfüllt auch viele wichtige Aufgaben. Er hilft bei der Filterung des Wassers, baut Bakterien ab und speichert Nährstoffe, von denen die darin wurzelnden Pflanzen profitieren.


Anpassung an den natürlichen Lebensraum

Welcher Bodenbelag sich für ein Aquarium am besten eignet, hängt von seinen Bewohnern ab. Am wohlsten fühlen sich Fische, wenn der Bodenbelag an ihren natürlichen Lebensraum angepasst wird. Am häufigsten genutzt werden verschiedene Kies- oder Sandarten, die auf den Mulmboden gelegt werden.

Eigenschaften von Kies

Kies bietet sich als Untergrund für Fische an, die sich gerne darin verstecken. Einige Fischarten nutzen die kleinen Steinchen zur Ablage ihrer Eier oder suchen sich darin ihr Futter zusammen. Damit sich die Tiere nicht verletzen, ist es wichtig, dass keine scharfkantigen Steine verwendet werden. Im Fachhandel wird Aquarienkies in verschiedene Körnungen angeboten. Sehr feiner Kies mit einer Körnung von um die 2 mm oder darunter ist im Grunde bereits als Sand zu bezeichnen, während richtiger Aquarienkies standardmäßig eine Körnung von 3 - 5 mm aufweist, mitunter aber auch noch deutlich grobkörniger sein kann. Den passenden Aquarienkies für Ihr Aquarium erfragen Sie am besten bei einem Fachberater. Sehr feiner Aquarienkies oder sogar Aquariensand ist vor allem dann auszuwählen, wenn in dem Aquarium Tiere gehalten werden sollen, die sich viel am Boden aufhalten, um hier zum Beispiel nach Nahrung zu suchen. Feiner Aquarienkies ist dabei auch für Pflanzen mit zarten Wurzeln gut geeignet. Gröberer Kies kommt im Umkehrschluss vor allem infrage bei Haltung größerer Tiere, die den Bodengrund weniger nutzen, und beim Einsatz von Pflanzen, die für die Wurzelbildung mehr Platz benötigen. Mit gröberem Kies lassen sich einfacher Landschaften im Aquarium gestalten, er benötigt allerdings auch eine sehr gute Pflege, damit er als biologischer Filter dienen kann, und Schmutz, der in die größeren Zwischenräume gelangt, das biologische Gleichgewicht nicht gefährdet. 


Eigenschaften von Sand

Für Fische, die gerne wühlen, bietet sich die Verwendung von Sand als Bodengrund an. Reiner Quarzsand eignet sich dafür am besten, da er nicht so schnell zu faulen beginnt und die Wasserqualität nicht belastet. Da Sand ein sehr lockerer Untergrund ist, muss bei der Verwendung bedacht werden, dass viele Pflanzen keinen guten Halt darin finden werden. 


Bodengrund aufbauen

Die Pflanzen brauchen den richtigen Boden zur Wurzelbildung und Nahrungsaufnahme. Auch verschiedene Fischarten „gründeln“ gern und suchen den Boden nach Nahrung und Algen ab. Am besten eignet sich Kies mit mittlerer Körnung (2 – 3 mm). Achten Sie auf rund geschliffene Kiesel, damit sich die Fische nicht verletzen. Waschen Sie den Kies gründlich mit warmem Wasser. Legen Sie zuunterst eine Schicht Depotdünger (Granulat oder Plattenform) in Ihr Aquarium. Mischen Sie eine erste Kiesschicht von ca. 2 cm – mit Bodengrunddünger und verteilen Sie diese darüber.
Als dritte Schicht folgt reiner Kies: ca. 3 bis 6 cm.

In der Regel wird der Bodengrund aus Kies oder Sand so angelegt, dass er nach hinten ansteigt. Dies erzeugt zum einen eine interessante Tiefenwirkung, ist darüber hinaus aber auch einfach nützlich. Die dickere Bodengrundschicht im Hintergrund bietet den größeren Pflanzen im hinteren Teil des Aquariums mehr Platz für die Wurzelentwicklung, während die Die dünnere Schicht im Vordergrund ist daher gut geeignet für niedrige Pflanzen. Hinzu kommt, dass Schmutz, der in jedem Aquarium anfällt, eher in den Vordergrund rutscht, wo er schneller bemerkt und besser entfernt werden kann.