Blumenbeete richtig bepflanzen

Der Traum jedes Hobbygärtners ist ein vom Frühjahr bis Herbst blühendes Beet. Hier findest du die wichtigsten Gestaltungstipps für eine lange Blütenpracht.

Ein Blumenbeet wirkt nur dann schön üppig, wenn immer mehrere Pflanzenarten gemeinsam in voller Blüte stehen. Deshalb sollten Pflanzen gleicher Art möglichst an mehreren Stellen im Beet auftauchen. Durch die Wiederholung vermeidet man ein vielfarbiges, ungeordnetes Erscheinungsbild. Beschränke dich farblich auf zwei bis drei Grundtöne. Harmonisch wirken zum Beispiel romantische Kombinationen in Rosa, Weiß, Blau oder fröhliche Mischungen aus Gelb, Blau und Rot. Mit einem gezeichneten Beetplan kann man schon mal festlegen, an welcher Position die jeweiligen Pflanzen und Sträucher platziert werden sollen. Hier kannst du auch schon die Farben festlegen, welche kombiniert werden sollen.


Bepflanzung planen

1. Leitpflanzen aussuchen
Leitpflanzen sind ausdrucksstarke, hochwachsende Pflanzen, z.B. große prächtige Stauden wie Flammenblumen, Pfingstrosen, Pracht-Lilien, Prachtspieren, Raketenblumen, Rittersporn, Trauben-Silberkerzen oder Türkischer Mohn. Die ausdauernden Blütenstars entfalten ihre farbige Pracht im Gegensatz zu Sommerblumen über mehrere Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte. Bei der Auswahl an Blütenstauden kann man aus dem Vollen schöpfen. Vor dem Pflanzeneinkauf ist es jedoch sinnvoll, die Standortbedingungen des geplanten Beets gut zu kennen: Liegt es größtenteils in der Sonne oder im Schatten, ist der Boden locker und schnell trocken oder lehmig-schwer und häufig feucht? Wenn du diese Gegebenheiten berücksichtigst, findest du ideale Staudenkombinationen, die über viele Jahre gedeihen und kaum Arbeit bereiten. Achte bei der Staudenauswahl auf jeden Fall auf eine lang anhaltende Blüte.

2. Begleitpflanzen – Begleiter für die goldene Mitte
Sie sind etwas kleiner und unscheinbarer als die Leitpflanzen. Geeignet sind alle bunt blühenden, niedrigen bis mittelhohen Stauden und sollten farblich zu den Leitpflanzen passen. Beispiele sind  Akelei, Astern, Eisenhut, Euphorbien, Fingerhut, Geranien, Lupinen, Mädchenauge, Nelken, Rosen, Sonnenhut, Sterndolden, Taglilien oder das Tränende Herz.

3. Füllpflanzen - die stets willkommenen Lückenfüller

Sie schließen die noch vorhandenen Lücken im Beet. Meist sind es Bodendecker oder niedrige Stauden mit reichlich Blüten oder einem dekorativen Blattwerk. Dazu gehören viele Pflanzen wie etwa niedriges Schleierkraut, Katzenminze, Bergenien, Frauenmantel, Storchschnabel oder Elfenblume, die in größeren Stückzahlen gepflanzt werden. Sie sind besonders für den Beetvordergrund wichtig. Gute Füllpflanzen sind auch Sommerblumen!

4. Blühzeiten beachten
Der schwierigste Teil ist, zu planen, wann welche Pflanze blüht. Das perfekte Blumenbeet blüht nämlich vom Frühjahr bis zum Herbst ohne Pause. Vor allem im Frühjahr sind Zwiebelblumen unersetzlich: Traubenhyazinthe, Tulpen und Krokusse übernehmen die erste Blütenschicht. Sie sind eine ideale Ergänzung für jedes Blumenbeet, da sie wenig Platz beanspruchen und die Blütezeit deutlich verlängern. Deshalb lohnt es sich, schon bei der Anlage eines Beetes größere Bereiche für die Zwiebelblumen zu reservieren. Man setzt Frühlings- und Sommerblüher bereits im Herbst ins Beet, Herbstblüher dagegen im Sommer. In Gruppen von sieben bis 15 Pflanzen kommen sie gut zur Geltung und setzen einen ersten Blütenhöhepunkt. Wichtig ist jedoch, dass sie nicht in vorderster Front stehen, damit das nach der Blüte vergilbende Laub von Stauden verdeckt wird. Später im Jahr können Sie die Flächen, die im Frühjahr von Zwiebelblumen besiedelt werden nutzen, um hier farbenfrohe Sommerblumen auszusäen. 

Wer Ziersträucher, Blütenstauden und Zwiebelblumen geschickt kombiniert, kann sich das Jahr über immer über neue Blüten im Beet freuen!